Hunderasse des Tages: King Charles Spaniel

Herkunft und Geschichte
Der King Charles Spaniel ist eine kleine, elegante und traditionsreiche Hunderasse aus England, deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht und eng mit dem englischen Adel verbunden ist. Die Rasse wurde nach König Karl II. benannt, der im 17. Jahrhundert ein großer Liebhaber dieser kleinen Spaniels war und sie an seinen Höfen pflegte. Der King Charles Spaniel entwickelte sich aus den frühen Spanieltypen, die in England als Begleithunde und Jagdhunde gehalten wurden. Im Laufe der Jahrhunderte wurde die Rasse durch gezielte Zucht auf ein kompaktes, edles Erscheinungsbild und ein freundliches, anhängliches Wesen hin optimiert. Im 19. Jahrhundert wurde der King Charles Spaniel zunehmend von anderen Spanieltypen, insbesondere dem Cavalier King Charles Spaniel, unterschieden. Während der King Charles Spaniel einen eher kurzen Nasenrücken und ein rundes Gesicht aufweist, hat der Cavalier ein längeres Gesicht mit flacherem Profil. Die offizielle Anerkennung der Rasse durch den Kennel Club erfolgte 1903, und die FCI erkannte die Rasse 1955 an. Der King Charles Spaniel war und ist ein beliebter Begleithund des Adels und der gehobenen Gesellschaft, der durch seine charmante Erscheinung und sein sanftes Wesen besticht. Die Geschichte des King Charles Spaniel ist eng mit der englischen Kultur und Geschichte verbunden und spiegelt die Bedeutung kleiner Begleithunde in der Gesellschaft wider. Trotz seiner aristokratischen Herkunft ist der King Charles Spaniel ein freundlicher, liebevoller und anhänglicher Hund, der sich hervorragend als Familienhund eignet. Die Rasse steht für Eleganz, Treue und die enge Verbindung zwischen Mensch und Hund.
Aussehen und Charakter
Der King Charles Spaniel ist ein kleiner, kompakter und eleganter Hund mit einem harmonischen, gut proportionierten Körperbau. Rüden und Hündinnen erreichen eine Schulterhöhe von 25 bis 34 Zentimetern und ein Gewicht von 3,5 bis 6 Kilogramm. Der Körperbau ist zierlich, mit einer tiefen Brust, geradem Rücken und gut bemuskelten Gliedmaßen. Das Fell ist lang, seidig, leicht gewellt und bildet an Ohren, Brust, Läufen und Rute üppige Befederungen. Die Fellfarbe ist meist rot-weiß, schwarz-weiß oder tricolor (schwarz, weiß und lohfarben). Der Kopf ist rundlich, mit einer breiten Stirn, ausgeprägtem Stop und einer kurzen Schnauze. Die Ohren sind lang, hängend und mit langem, seidigem Fell bedeckt. Die Augen sind groß, rund, dunkel und verleihen dem Hund einen sanften, ausdrucksvollen Blick. Die Rute ist mittellang, buschig und wird meist fröhlich hoch getragen. Charakterlich ist der King Charles Spaniel freundlich, anhänglich, verspielt und sehr sozial. Er baut eine enge Bindung zu seiner Familie auf und ist Fremden gegenüber freundlich und aufgeschlossen. Seine hohe Intelligenz, sein ausgeprägter Spieltrieb und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem hervorragenden Familienhund, der sich auch für kleine Wohnungen eignet. Trotz seines Temperaments ist der King Charles Spaniel im Haus ruhig, ausgeglichen und sozial, sofern er ausreichend ausgelastet wird. Er ist sensibel, benötigt engen Familienanschluss und sollte nicht zu lange allein gelassen werden. Die Erziehung des King Charles Spaniels sollte konsequent, aber liebevoll sein, da er auf positive Verstärkung sehr gut reagiert. Seine Vielseitigkeit, sein freundliches Wesen und seine Anpassungsfähigkeit machen ihn zu einem idealen Begleiter für Menschen, die einen kleinen, robusten und freundlichen Hund suchen.